<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527</id><updated>2012-01-29T06:49:01.074+01:00</updated><title type='text'>Viktor und Alex in Kenia</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>6</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-3504181698255150533</id><published>2007-09-03T20:10:00.001+02:00</published><updated>2011-02-10T17:45:40.019+01:00</updated><title type='text'>Film über die Aids-Katastrophe am Victoriasee</title><content type='html'>Von IRIN (Integrated Regional Information Networks), einem Informationsdienst des UNOCHA (UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs), stammt ein Film, der die Ursachen und Folgen von HIV/Aids am Lake Victoria zum Gegenstand hat. Er zeigt u.a. auf wie die ökonomischen und sozialen Bedingungen, unter denen die Fischer und Frauen am Ufer des Sees leben, dazu beitragen, die Ausbreitung des HI-Virus zu erleichtern. Die geschilderte Siuation aus dem Bondo-District (Kenia, westlich von Kisumu gelegen) ist mit jener auf Rusinga-Island, wo Alex und ich waren, vergleichbar.&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Titel des Filmes: &lt;strong&gt;KENYA: Deadly Catch: Lake Victoria’s AIDS crisis &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.irinnews.org/Report.aspx?ReportId=61001"&gt;http://www.irinnews.org/Report.aspx?ReportId=61001&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(siehe dort für den Film den Link auf der rechten Seite)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-3504181698255150533?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/3504181698255150533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=3504181698255150533' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/3504181698255150533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/3504181698255150533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2007/09/film-ber-die-aids-katastrophe-am.html' title='Film über die Aids-Katastrophe am Victoriasee'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-114228304502594386</id><published>2006-03-13T21:49:00.000+01:00</published><updated>2006-12-12T22:59:47.095+01:00</updated><title type='text'>Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt, 02.03.2006</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Über Aids gibt es vage Vermutungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zwei junge Männer unterstützen den Vaihinger Verein "Kranich - Aids in Afrika"&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Täglich sterben 6000 Menschen an Aids. 71 Prozent sind Afrikaner. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in Kenia von 65 Jahren auf 46 Jahre gesunken. Der Verein "Kranich - Aids in Afrika" hilft an der Basis. Mit Menschen, die sich einsetzen wie Viktor Siebert und Alexandros Kakanis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;VAIHINGEN/FILDERSTADT - Rund zwei Monate ist es her, dass Viktor Siebert und Alexandros Kakanis wieder aus Kenia zurückgekehrt sind. Ganze zwei Wochen haben die Freunde und ehemaligen Schulkameraden gebraucht, um sich wieder in die eigentlich vertraute Umgebung zu Hause einzuleben. "Aber umgekehrt hat es noch länger gedauert", erinnert sich Alexandros Kakanis und ein leichtes Lächeln umspielt seine Mundwinkel, als er sich an die schaukelnden Busse erinnert. Zwölf Stunden sind die beiden 20-jährigen Abiturienten eingepfercht zwischen Hühnern und Ziegen auf der Rückfahrt von Rusinga Island zum Flughafen gesessen. Zeit genug, um die vergangenen sieben Wochen ein klein wenig Revue passieren zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ihrem Abitur an der Waldorfschule in Filderstadt träumten Viktor Siebert und Alexandros Kakanis von einem längeren Aufenthalt im Ausland, verbunden mit sozialem Engagement. Viktor Sieberts Mutter wusste Rat und vermittelte den beiden den Kontakt zu ihrer Freundin Elisabeth Marquart. Diese pflegt, gemeinsam mit ihrem Mann Karl-Horst Marquart, seit über 20 Jahren eine Freundschaft mit Dorothy Byaruhanga aus Uganda in Afrika. Gemeinsam konnten sie den Dorffrauen von "Mothers Union" in Kidukuru mit zwölf fußbetriebenen Nähmaschinen aus Deutschland eine sichere Lebensgrundlage schaffen.&lt;br /&gt;Doch dann kam Aids und seit 1992 gibt es im Dorf kein Haus mehr, das nicht von der Seuche betroffen ist. Die Sozialpädagogin und der Arzt aus Vaihingen haben den Verein "Kranich - Aids in Afrika" gegründet. Diesen Namen haben sie gewählt, da der Kranich in verschiedenen Kulturen das Symbol für Liebe, Herzlichkeit und Mitgefühl ist. Der Verein hat sich das zum Ziel gesetzt und will darüber hinaus praktisch tätig sein.&lt;br /&gt;Die Frauen von "Mothers Union" werden wieder aktiv. Sie lassen sich zu dörflichen Aids-Beraterinnen ausbilden, pflegen Kranke, unterstützen diese und deren Angehörigen in ihrer seelischen Not, begleiten Sterbende und sorgen für verstörte Waisenkinder. Denn in Kidukuru gibt es 300 Waisen aus 500 Familien.&lt;br /&gt;"Oft müssen die alten Großeltern ganz allein viele Enkel versorgen", sagt Alexandros Kakanis. Der Filderstädter und sein Freund aus Plieningen haben diese Not vor Ort gesehen. Nicht in Kidukuru, sondern auf Rusinga Island, einer Insel im Viktoria See mit 20 000 Bewohnern, von denen rund 45 Prozent an Aids erkrankt sind.&lt;br /&gt;Hier, bei den Kibisom-Frauen, die ebenfalls Aids-Verhütungsprojekte durchführen und deren Name so viel bedeutet wie "kommt und lernt", haben sie viel neues erfahren, aber auch selbst Wissen weitergegeben. "Man lebt dort viel naturgebundener", erzählt Alexandros Kakanis "Abends um sieben ist es bereits stockdunkel, also sind wir meist schon um neun Uhr ins Bett gegangen und dafür morgens um sechs Uhr aufgestanden".&lt;br /&gt;Dann haben sie auf der Insel mit ihren siebzehn Grund- sowie drei weiterführenden Schulen unterrichtet. Die Grundschulen, die die Kinder bis zur achten Klasse besuchen sind auf Rusinga Island kostenfrei. Eine kostenpflichtige weiterführende Schule besuchen dagegen nur Wenige. An einer solchen Schule, an der zehn Lehrer 400 Schüler unterrichten, lehrten Viktor Siebert und Alexandros Kakanis neben Mathe und Englisch aus einem Handbuch der kenianischen Regierung die Symptomatik von Aids und wie Patienten behandelt werden müssen. "Aber am allerwichtigsten ist der Unterricht in Sachen Prävention", sagt Viktor Siebert. "Damit die Verantwortung des einzelnen gesteigert und Aids ernster genommen wird." Denn das übergeordnete Ziel von Kranich sei es, neue Aids-Infektionen zu verhindern.&lt;br /&gt;Weil aber Aids eine sexuell übertragbare Krankheit ist, werde sie verheimlicht, geleugnet und als peinlich empfunden. Besonders Jugendliche würden sich davor scheuen, öffentliche Beratungszentren aufzusuchen.&lt;br /&gt;Ihre vagen Informationen erhalten sie von Gleichaltrigen. Hier setzt Kranich an. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sex wird in den Projektgruppen gelehrt, weshalb deren Motto heißt: "No condom, no sex", ohne Kondom kein Sex.&lt;br /&gt;Auch wenn die jugendlichen Schüler von Alexandros Kakanis und Viktor Siebert beim Aufklärungsunterricht mit den Kondomen, die später verteilt wurden, oft kicherten, glauben die beiden dennoch, dass es was gebracht hat. "Die Fragen, die die Schüler gestellt haben, haben ein ernsthaftes Interesse gezeigt", sagt Viktor Siebert.&lt;br /&gt;Auch über Deutschland haben sie den beiden Aushilfslehrern wahre Löcher in den Bauch gefragt.&lt;br /&gt;"Einer wollte wissen, ob man im Schnee erfriert", erinnert sich Alexandros Kakanis und lacht.&lt;br /&gt;Aber auch bei den Kleinen in den zwei Projekt-Kindergärten von Kibisom, den viele Aids-Waisen besuchen, die hier oft ihre einzige warme Mahlzeit am Tag bekommen, waren die beiden beliebt. Bauten sie doch Spielgeräte wie Schaukeln für sie.&lt;br /&gt;"Die Projekte in Uganda und Kenia von Kranich sind gut, weil sie an der Basis arbeiten", zieht Viktor Siebert Resumée. Möglich werden diese durch Spenden von Privatpersonen und Gruppen sowie verschiedener Stiftungen.&lt;br /&gt;Alexandros Kakanis und Viktor Siebert wollen die Erfahrung in Kenia nicht missen: "Viele Probleme, die man in Deutschland hat, relativieren sich und man nimmt nicht mehr alles selbstverständlich." de&lt;br /&gt;Info: Wer persönlich oder mit einer Spende helfen möchte, wendet sich an Familie Marquart unter Telefon 07 11/ 7 35 25 74.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-114228304502594386?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/114228304502594386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=114228304502594386' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/114228304502594386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/114228304502594386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2006/03/artikel-aus-dem-stuttgarter.html' title='Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt, 02.03.2006'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-113568253386124018</id><published>2005-12-27T12:06:00.000+01:00</published><updated>2005-12-27T12:22:14.566+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/1600/266%20Kibisom,%20Okinyo.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/400/266%20Kibisom%2C%20Okinyo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-113568253386124018?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/113568253386124018/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=113568253386124018' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113568253386124018'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113568253386124018'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2005/12/blog-post.html' title=''/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-113567935476737392</id><published>2005-12-27T11:15:00.000+01:00</published><updated>2006-12-12T23:00:08.324+01:00</updated><title type='text'>Ausführlicher Bericht über den Aufenthalt</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;K i b i s o m&lt;br /&gt;Women’s Group Project, Rusinga Island, Kenia&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfahrungsbericht (Oktober bis Dezember 2005)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viktor Siebert&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einführung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Millicent Akinyi ist vier Jahre alt und lebt auf Rusinga Island, Kenia. Sie ist ein überaus lebensfrohes junges Mädchen, jeder ruft sie Okinyo, was ein Jungenname ist. Denn so verhält sie sich: Sie ist sehr durchsetzungsfähig, scheut kein Risiko und ist immer aktiv. Die Erzieherinnen im Kibisom-Kindergarten haben ihre liebe Mühe damit, Okinyo in Zaum zu halten. Sie begrüßt alle Besucher überschwänglich; bei jeder Gelegenheit rennt sie zu mir, lacht mich an und bettelt darum hochgehoben zu werden; Okinyo ist ein Energiebündel, scheinbar unbändig.&lt;br /&gt;Manchmal und meist nur für wenige Augenblicke zeigt Okinyos sonst so vor Lebenslust strahlendes Gesicht eine tiefe Traurigkeit. Ihre Gedanken scheinen zu ihrer Mutter zu schweifen. Zwei Wochen zuvor, im September, ist sie gestorben. Doch auch schon zuvor hat Okinyo bei ihrer Großmutter gelebt, wie ihre Geschwister. Ihr Vater ist Fischer, sie sieht ihn nur selten. Einen Monat nach dem Tod ihrer Mutter fragt Okinyo ihre Großmutter: „Meine Mutter ist tot, aber wo war sie vorher?“&lt;br /&gt;Okinyo ist ein Kind wie es viele in Afrika gibt. Sie leidet unter der Armut und scheint wenig Aussicht auf eine rosige Zukunft zu haben, Okinyo ist aber auch ein Kind, dass in seiner Unbekümmertheit trotzdem immer wieder lacht. Wie all die anderen Kinder Afrikas ist sie nicht eine unter vielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich im Sommer 2005 mein Abitur gemacht habe, jedoch keinen Zivildienst machen muss und nicht sofort studieren wollte, wurde eine Idee immer konkreter: Afrika. Durch den Verein „Kranich – Aids in Afrika e.V.“ erhielt ich die Möglichkeit, verschiedene Projekte in Kenia zu besuchen. Zusammen mit meinem Freund und ehemaligen Klassenkameraden Alexandros Kakanis flog ich Anfang Oktober nach Nairobi (Aufenthalt in Kenia: 6.10.-20.12.)&lt;br /&gt;Nach kurzer Eingewöhnung ging es für knapp sieben Wochen auf Rusinga Island im Lake Victoria in Westkenia zum Kibisom-Projekt. Zwischendurch besucht wir eine Gruppe in Kendu Bay, danach ähnliche Projekte in Kakamega und letztlich Nairobi. Dieser Bericht ist keine Schilderung der Reise, die wertvolle Erfahrungen und das Kennenlernen einer anderen Kultur ermöglichte, von der ich viele schöne, lustige, nachdenklich machende und ergreifende Anekdoten und Impressionen behalten werde. Er richtet seinen Schwerpunkt vielmehr auf ihren Kern, die Arbeit im Kibisom-Projekt.&lt;br /&gt;In der Überzeugung, dass eine Entwicklungspartnerschaft nicht nur einer internationalen Dimension bedarf, sondern am sinnvollsten konkret, von Mensch zu Mensch auf gleicher Augenhöhe beginnt, sollen die Berichte über die Projekte einen Einblick in das Leben der Menschen Kenias geben, das sich fernab jeder Safari-Romantik abspielt und dabei doch die Seele dieses Landes ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mgeni siku mbili, ya tatu umpatie njembe!&lt;br /&gt;– Besucher ist man nur zwei Tage lang,&lt;br /&gt;am dritten Tag gib ihm eine Hacke!&lt;br /&gt;(Kisuaheli-Sprichwort)&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Landesporträt Kenia&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kenia ist ein Land voller Widersprüche. Für viele ist es der Inbegriff Afrikas: Traumstrände am indischen Ozean, weite Savannenlandschaften, bevölkert von zahllosen Wildtieren und lebensfrohe Menschen. Abseits von den Nationalparks und seiner natürlichen Schönheit ist Kenia aber auch eines der ungleichsten Länder der Welt. Eine kleine Elite lebt in Luxus während über 60 % der fast 34 Millionen Kenianer mit weniger als 2 US$ am Tag überleben müssen. Infolge geringer Niederschläge sind im Dezember 2005 2,5 Mio. Menschen in Kenia auf Nahrungsmittel angewiesen, die es jedoch nicht in ausreichendem Maße gibt.&lt;br /&gt;Die Vielzahl der Landschaftsformen spiegelt sich in der ethnischen Vielfalt (42 Stämme) wider. Zur nationalen Kommunikation bedient man sich aufgrund der babylonischen Sprachvielfalt des Kisuaheli (die lingua franca Ostafrikas) und, ein Relikt der Kolonialzeit, des Englischen. Die Mehrzahl der Kenianer leben in Dörfern und verstreuten Weilern. Als Großstädte können nur Nairobi mit offiziell 2,1 Millionen Einwohnern (infoffiziell inzwischen 3 Millionen) und Mombasa mit etwa 660.000 Einwohnern bezeichnet werden.&lt;br /&gt;In Kenia (580 370 km², ca. 57 Bewohner/km²) leben rund zwei Drittel der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, ihr Lebensmittelpunkt ist die Landwirtschaft, (0 % sind direkt oder indirekt von ihr abhängig. Dementsprechend sind Tee, Kaffee und Gartenbau-Erzeugnisse und Schnittblumen (Weltmarktführer) die Hauptexportgüter, wohingegen die Industriequote niedrig ist und somit das Außenhandelsdefizit hoch. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf (Kaufkraftparität) liegt bei US$ 1 100 (2004), die Arbeitslosigkeit bei über 30 %. Ausländische Entwicklungshilfe erreicht einen Großteil der Kenianer aufgrund von Korruption und von Stammesinteressen geleiteter Politik nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sind in ländlichen Gebieten nur rudimentär, dort haben nur 46 % der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Malaria ist in Kenia die Krankheit mit der größten Bedeutung: 40.5% der Bevölkerung hat mind. einmal im Jahr eine Infektion, 34.000 Kinder sterben jährlich an Malaria. Wie auf dem gesamten Kontinent stellt auch in Kenia HIV/Aids ein schwerwiegendes Problem dar (6,7 % = 2,2 Mio.). Alle 100 Sekunden stirbt in Kenia ein Mensch an Aids und nur mühsam gelingt die Aufklärung und Prävention. Im Ergebnis steht eine Lebenserwartung von nur 47 Jahren.&lt;br /&gt;In über 40 Jahren Unabhängigkeit (bis 1963 britische Kolonie) hat Kenia erst drei Präsidenten gesehen. dem Staatsgründer Jomo Kenyatta folgte 1978 Daniel arap Moi, der Kenyattas autoritäres Regime zur faktischen Diktatur ausbaute, die sich auf Korruption und Tribalismus stützte. 2002 kam überraschend zum demokratischen Machtwechsel. Mwai Kibaki führte die Opposition bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Die versprochenen Reformen, insbesondere der Kampf gegen die Korruption, die Kibaki angekündigt hat, sind allerdings im Sande verlaufen. Kibaki hat seinen politischen und moralischen Kredit bei der Bevölkerung weitgehend verspielt. Im November 2005 scheiterte er mit seinem Vorschlag einer neuen Verfassung, welche die Befugnisse des Präsidenten noch erweitert hätte, in einem Referendum. Er benannte daraufhin ein neues Kabinett, viele der Minister und ihre Stellvertreter lehnten jedoch ihre Berufung ab – so ist Kenia Ende 2005 in einer tiefen politischen Krise. Im Zuge der Verfassungskampagne haben die Kenianer allerdings auch demokratische Reife bewiesen. Sie befürworten mehrheitlich einen anderen Verfassungsentwurf und lehnten den Vorschlag einer kleinen Machclique ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den drängendsten Problemen des Landes zu begegnen – Armut, Korruption, Bevölkerungswachstum, Gesundheit und Infrastruktur – bedarf es eines Politikwechsels ebenso wie eines Bewusstseinswandels, in bezug auf Demokratisierung, Menschenrechte und der Überwindung der Stammesbarrieren. Es ist eine konsequente Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen notwendig, nachhaltige und soziale Entwicklung, sowohl im nationalen Gefüge als auch im Rahmen internationaler Übereinkünfte.&lt;br /&gt;Zuallererst muss nun die politische Klasse des Landes eine konsensfähige Regierung bilden, das Vertrauen in die Volksvertreter bedarf einer grundlegenden Erneuerung, der Kampf gegen Korruption und Unterentwicklung muss höchste Priorität erhalten. Dann müssen allerdings auch die internationale Gemeinschaft ihren Beitrag leisten – de facto bringt Kenia heute sechsmal mehr für die Begleichung seiner Auslandsschulden auf als es an öffentlicher Entwicklungshilfe erhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kibisom-Projekt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das „Kibisom Women’s Group Project“ (im Folgenden: Kibisom) ist eine vielfältige, ständig im Wandel begriffene, in das örtliche Gemeinwesen integrierte Organisation (Community Based Organization, CBO) im Westen Kenias auf Rusinga Island im Lake Victoria. Um zu verstehen, welche Herausforderungen sich einem solchen Grasswurzel-Projekt stellen, ist es unabdingbar, einen Einblick in geografischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Gegebenheiten vor Ort zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geografische Lage und soziale Voraussetzungen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Lake Victoria ist der zweitgrößte Süßwassersee der Welt (68 870 km²), größer als die Schweiz. Kenia hat einen Teil von ihm als Westgrenze zu Uganda und Tansania. Rusinga Island ist mit dem Festland durch eine schmale, künstlich aufgeschüttete Landbrücke verbunden. An dieser Stelle liegt mit Mbita die einzige kleinere Stadt der Umgebung. Hier gibt es eine rudimentäre Infrastruktur (Tankstelle, lückenhafte Elektrizitäts- und Wasserversorgung). auf der Insel ist von all dem nichts vorhanden, trotz der ob der Größe (s. Karte) dichten Besiedlung mit rund 18 000 Einwohnern.&lt;br /&gt;Geologisch interessant ist der vulkanische Ursprung der Insel und die Funde von Krokodilskeletten sowie dem Schädel eines Proconsul africanus aus der Gattung der Homindae (Menschenähnliche), die beide auf rund 18 Mio. Jahre datiert werden, durch Mitglieder der Paläoanthropologenfamilie Leakey. Rusinga Island liegt auf 1134 m, die Topografie der Insel ist hügelig, trotz des lokalen Klima des Sees ist das Wetter und das Leben der Menschen stark durch die beiden Regenzeiten (große Regenzeit März-Mai und kleine Oktober-Dezember) bestimmt. Diese fallen oft fast völlig aus, so dass sich das Bild eines semi-ariden Habitats ergibt, in dem Landwirtschaft nur direkt am Ufer des Sees ertragreich ist. Die Bewässerung erfolgt manuell oder, wenn Geld vorhanden, mittels Pumpen. Tomaten, Mais, Blattgemüse und Bananen sind einige der lokalen Anbaupflanzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der größte Arbeitgeber ist der See: Die Mehrzahl der Einwohner ist vom Fischfang abhängig. Mit Holzkähnen fahren die meist jungen Männer nachts auf den See hinaus. Jedoch ist der See chronisch überfischt, hinzukommen saisonale Schwankungen und Fischfangverbote. Überfischung, Einleitung von Abwässern und vor allem die von den einstigen Kolonialherren als Zierpflanzen eingeführten Wasserhyazinthen machen dem größten See Ostafrikas zu schaffen. Ein weiteres Problem ist der räuberische Nilbarsch, der von den Europäern eingesetzt zwar hohe Erträge bringt, aber das biologische Gleichgewicht des Sees bedroht. Es gibt keine verarbeitende Industrie und kaum Lagermöglichkeiten für die Fische, so dass die Fischer von den Zwischenhändlern und ihrem Preisdiktat abhängig. Der Fang einer Nacht bringt den Fischern, nach lokalen Maßstäben, viel Geld. Meist wird es jedoch nicht für Zukunftsinvestitionen verwendet, sondern in der Kneipe vertrunken und für Prostituierte ausgegeben. So verschärfen sich soziale Probleme trotz und wegen des potentiellen (relativen) Reichtums.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Auf Rusinga Island kann man in einigen kleineren Ortschaften (z.B: Luore, Kaswanga) Lebensmittel und einige Bedarfsartikel kaufen. Versorgt werden diese „Center“ durch eine unbefestigte Inselringstraße, die bei Regen nahezu unbefahrbar ist. Matatus (Sammeltaxis) oder Boda Boda (Fahradtaxis) bringen die Bewohner nach Mbita (bis zu 10 km).&lt;br /&gt;Subsistenzwirtschaft prägt das ländliche Leben. Weitere Arbeit gibt es als Lehrer (u.a. 17 Primarschulen) oder in der „Rusinga Lodge“, einem luxuriösen Tourismusressort mit eigener Landebahn, das aber völlig abgeschottet vom realen Leben auf der Insel ist.&lt;br /&gt;Rusinga Island liegt in der ärmsten Provinz Kenias, Nyanza, wo 65 von 100 Menschen mit weniger als $ 2 am Tag überleben müssen. Man kann davon ausgehen das dieser Anteil auf Rusinga Island um einiges höher liegt. Manche Menschen müssen hier mit umgerechnet einem halben US$ auskommen. Hauptnahrungsmittel sind Fisch, Ugali (Mehlspeise) und Reis.&lt;br /&gt;Ein großer Teil der Bevölkerung ist arbeitslos, statistische Erhebungen dazu gibt es jedoch nicht, denn administrative Einheiten sind kaum vorhanden, ebenso wenig Organe öffentlicher Ordnung (Polizei etc.). Rusinga Island ist nicht elektrifiziert, nur wenige besitzen Solarzellen oder einen Generator, kommuniziert wird wenn über ein lückenhaftes Mobiltelefonnetz. Es gibt keinerlei sanitäre Infrastruktur oder Trinkwasserversorgung. Ebenso mangelhaft ist die Gesundheitsversorgung, Neben einer temporär betriebenen, schlecht ausgestatteten Krankenstation in Kaswanga gibt es nur ein (teures) Krankenhaus in Mbita und rudimentäre Erste Hilfe bei Projekten wie Kibisom. Da es kein durchgängig verfügbares Transportmittel vorhanden ist, muss man das Gesundheitswesen als sporadisch zu bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben Malaria ist HIV/Aids die häufigste Todesursache. Im Distrikt liegt die Infektionsrate bei 40 %, Regierungsbeamte haben mir gegenüber zugegeben, dass sie auf der Insel aber sicherlich höher liegt. Mangelnde Aufklärung, die durch das Fischereiwesen (s.o.) und die Armut hervorgerufene Prostitution und traditionelle Gebräuche der Luo (Hexenglaube, Polygamie, Erben einer Witwe durch den Bruder des Verstorbenen etc). Aids wird als Resultat von Hexerei, von Sünde (Prostitution, Promiskuität) angesehen, oftmals jedoch auch völlig verleugnet und aus Rücksichtslosigkeit, Uneinsichtigkeit oder Angst vor sozialer Exklusion gegenüber der Familie und Freunden verheimlicht. In sog. „Voluntary Counselling and Testing Centres“, VCTs), die von Gruppen wie Kibisom betrieben werden und durch Aufklärungskampagnen wird versucht, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, der Kampf gegen Mythos, Stigmatisierung und Unwissen ist jedoch schwierig und ermüdend.&lt;br /&gt;Durch HIV/Aids hat sich die demografische Struktur grundlegend verändert. Ein großer Teil der mittleren Generationen ist krank oder bereits verstorben. Um die Todesfälle zu kompensieren werden viele Kinder geboren. Diese sind bei Geburt oft schon infiziert, sie wachsen bei ihren Großeltern auf und sterben früh. Eine Behandlung durch antiretrovirale Medikamente (sog. ARVs), die das Leben beträchtlich verlängern, können sich nur wenige Betroffene leisten. ARVs gibt es in Homa Bay (50 km, Tagesreise) bei den Médecins Sans Frontières kostenlos – ohne Unterstützung von außen sind die Transportkosten jedoch oft nicht zu bewältigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das soziale Leben ist noch traditionsverhaftet. Die patriarchalische Familienstruktur bürdet den Frauen die meiste Last auf; Polygamie ist verbreitet und akzeptiert. Für natürliche Phänomene, Krankheiten und Todesfälle werden aberwitzige Theorien erfunden – und geglaubt (Aids ist von Weißen erfunden, um die Afrikaner auszurotten). Auch die tiefe (christliche) Religiosität der Luo tut diesem Aberglauben keinen Abbruch.&lt;br /&gt;Andererseits sind die sozialen Beziehungen sehr eng, die Türen sind immer offen, gegenseitige Hilfe und Gastfreundschaft sind Pflicht und werden gerne geleistet. Der harte Alltag hat die Menschen nicht verbittert, sie haben sich ihre Freundlichkeit und Offenheit bewahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund des Projektes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kibisom wurde 1996 von Esther Odiambo (heute Managerin und Koordinatorin) und Elisabeth Marquart (vom Verein „Kranich – Aids in Afrika e.V.“) gegründet. Es erhält u.a. Mittel von „Kranich“ und der "Zukunftstiftung Entwicklungshilfe" (für die Kindergärten) und „Brot für die Welt“ (Nähen der Schuluniformen, einkommenschaffende Maßnahmen, Gehälter und der "lockable Market" in Kaswanga, s.u.).&lt;br /&gt;Philosophie des Projektes ist, dass die allgemeine Stärkung von Frauen und Mädchen die aktive Teilhabe von Frauen auf allen Feldern menschlicher Bestrebungen erfordert. Diese Partizipation muss von den Frauen selbst ausgehen und auf lokalen Ressourcen beruhen, um eine nachhaltige Verbesserung des Gemeinwesens zu gewährleisten.&lt;br /&gt;In der lokalen Stammessprache, Luo, bedeutet Kibisom: „Kommt her und lernt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziele&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kibisom-Projekt richtet seine Arbeit auf verschiedene Bereiche, um die Stellung der Frauen zu verbessern und um in erster Linie den Menschen konkret zu helfen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Verbreitung von sexuell übertragbaren Krannkheiten (Sexually Transmitted Diseases, STDs) , vor allem HIV/Aids unter Witwen, allein erziehenden Müttern und Kindern soll verhindert werden.&lt;br /&gt;Frauen sollen ihr Wissen in bezug auf das Stillen ihrer Kinder, Kinder- und Nahrungsmittelhygiene, sanitäre und reproduktive Gesundheit erweitern.&lt;br /&gt;Fähigkeiten, eigenes einkommen zu erzielen (Income Generating Activities, IGAs) sollen unterstützt und trainiert werden. Frauen soll der Zugang zu IGAs erleichtert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Projektaktivitäten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kibisom beherbergt zwei Kindergärten (zur Zeit 165 Kinder und 5 Erzieherinnen), vorwiegend für Waisenkinder, HIV-infizierte Kinder und andere benachteiligte (Orphans and Vulnerable Children, OVCs). Auch nach dem Kindergarten unterstützt Kibisom viele seiner Kinder.&lt;br /&gt;Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Bekämpfung von HIV/Aids, STDs und Malaria. Dies geschieht durch Aufklärungskampagnen in lokalen Primarschulen, durch Diskussionsrunden und Videoaufklärung, durch die Verteilung von Kondomen und Behandlung mittels Naturmedizin. Ein VCT ermöglicht den HIV-test und berät Betroffene. Ein „Home Based Care“ Programm (HBC) hilft infizierten Menschen in ihrem täglichen Leben (enge Kooperation mit der Selbsthilfegruppe „Kony Ngimani“).&lt;br /&gt;Kibisom unternimmt IGAs wie Seifen- und Papierherstellung, Fertigung von Schuluniformen (v.a. für den Kindergarten und als Ausbildung für junge Mädchen) und Körben, Bienenhaltung, das Pflanzen von Bäumen).&lt;br /&gt;In Markträumen, die Kibisom zur Verfügung stellt, können die Mitglieder ihre Produkte und Erzeugnisse verkaufen (Förderung von IGAs). Zur Zeit wird ein neues Haus als Verkaufsraum gebaut.&lt;br /&gt;Fähigkeiten und Wissen werden bei Seminaren und Workshops weitervermittelt, was zur Bewusstseins- und Einkommensbildung in der Gemeinschaft beiträgt.&lt;br /&gt;Insgesamt unterstützt Kibisom (14 bezahlte und viele freiwillige Mitarbeiter) über 270 Menschen auf Rusinga Island.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Aufgaben und Erfahrungen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;44 Tage (10.10.-23.12.2005) meines Kenia-Aufenthaltes habe ich bei Kibisom verbracht. Zusammen mit Alex habe ich dort in verschiedenen Bereichen mitgearbeitet, versucht mein Wissen weiterzugeben, anzupacken wo nötig und selbst noch viel mehr erfahren und gelernt. Unsere Tätigkeiten: Die Arbeit im Kibisom-Projekt, also vor allem im Kindergarten (1); „Aushilfslehrer“ in einer Primarschule (2) und HIV/Aids-Aufklärungskampagnen in lokalen Schulen (3).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1) Kindergärten sind in Kenia normalerweise nicht Orte der Geborgenheit, vielmehr steht fast militärischer Drill auf der Tagesordnung, Schläge sind keine Seltenheit. Die beiden Kindergärten des Kibisom-Projekts verfolgen einen anderen Ansatz. Halbjährlich besuchen die zur Zeit fünf Erzieherinnen Fortbildungskurse in der Waldorfschule in Nairobi (was durch die "Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners" finanziert wird). den Kindern wird möglichst viel Raum für freies Spielen gegeben, kreatives Lernen steht im Vordergrund. Weil die Eltern darauf drängen, dass Englisch-Vokabeln gepaukt werden, wird dies möglichst spielerisch, in Liedern und Gedichten versucht. In der Schule ist Englisch dann bald die Unterrichtssprache, ein erstes Sprachgefühl bekommen die Kindern aber schon im Kindergarten.&lt;br /&gt;Der Kindergarten, der im Gelände von Kibisom integriert ist (Kibisom 1), hat einen Klassenraum für rund 30 Kinder, tatsächlich kommen bis zu 65 (2 Erzeiherinnen). In Planung ist ein zweiter Raum, um die Kinder nach Altersstufen zu trennen. Es mangelt jedoch an Stühlen und Tischen. Mit den Mitteln von „Kranich“ konnten wir 12 Stühle und 4 Tische beschaffen.&lt;br /&gt;Der zweite Kindergarten im 3km entfernten Kaswanga (Kibisom 2) hat schon zwei Klassen (drei Erzieherinnen), für 100 Kinder! In den Gebäuden sind außerdem noch die Kony-Group (s.u.) einige Untermieter. Die Mieteinnahmen helfen Kibisom seine Aktivitäten weiterzuführen.&lt;br /&gt;Eine Großzahl der Kibisom-Kinder sind Waisen, die bei ihren Großmüttern leben, viele aind sogar selbst HIV-positiv. Dementsprechend verletzlich sind sie physisch und psychisch, sog. OVCs. Kibisom ist für sie ein Platz, wo sie Freiraum erfahren, wo sie im Zusammensein mit anderen sozialisiert werden und wo sie bei Krankheit erste (und oft einzige) medizinische Hilfe erhalten.&lt;br /&gt;Um mit den Kindern spielen zu können, haben wir Spielgeräte repariert und neue gebaut (2 Schaukeln, 2 Strickleitern, 3 Klettergerüste, Springseil, Fußbälle). Die Vermittlung von Wissen stand nicht im Vordergrund, vielmehr ist es sinnvoll sich einfach mit den Kindern zu beschäftigen, ihnen zuzuhören (auch wenn man ihre Sprache nicht spricht). Für sie ist etwas besonderes einen Europäer zu sehen, geschweige denn ihm über die Haut zu streichen, mit ihm zu spielen. Wenn man ein Kind in die Luft hebt oder ihm sagt, dass seine Zeichnungen gut sind ist es glücklich. Abends erzählt es zu Hause aufgeregt, dass es heute einem Mzungu (Kisuaheli: „Weißer“) die Hand gegeben hat.&lt;br /&gt;Innerhalb von sechs Wochen bauen die Kinder vertrauen zu einem auf und verlernen ihre Scheu, so dass das Spielen sehr ermüdend, aber auch sehr schön ist. Man lernt die Geschichten einzelner Kinder kennen und es macht einen glücklich, wenn die übermütige Okinyo auf einen zustürmt oder der freche Alphonce einem in die Hand schlägt. Wenn man weiß, dieses Kind ist HIV-positiv und trotzdem so lebensfroh, dann gibt einem das Mut und Hoffnung. Gerade weil ihr Leben wahrscheinlich nicht so lange ist, ist es wichtig, ihnen eine positive Einstellung entgegenzubringen.&lt;br /&gt;Als ich dann am letzten Tag den Kibisom-Kindern auf ihrem Heimweg begegne und sie wie jeden Tag rufen: „Bye, Bye, see you tomorrow!“, da wird mir noch einmal deutlich, dass sie auch irgendwie „meine Kinder von Kibisom“ sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2) In der „Dr. Williams Primary School“ (nahe Luore auf Rusinga Island) haben wir als „Lehrer“ gearbeitet, in diese Schule gehen viele der Kibisom-Kinder. zehn Lehrer sind für acht Klassen (420 Schüler!) zuständig, die Schulgebäude sind teilweise einsturzgefährdet.&lt;br /&gt;In den Klassen 5 bis 7 unterrichteten wir Englisch und vor allem Mathematik. Wir gaben den Schülern, Gelegenheit, uns über Deutschland und Europa zu fragen. Sie waren sehr interessiert etwas über ein anderes Land und seine Sitten zu erfahren. Es ist sehr wichtig, dass jungen Menschen Wissen auch über den staatlichen Lehrplan hinaus vermittelt wird. Während des Nachmittagunterrichts haben wir regelmäßig Fussball gespielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3) Drittens haben wir im Rahmen von Kibisom drei örtliche Primary Schools besucht, um dort HIV/Aids-Aufklärung zu betreiben. Dieses „Advocacy“ Programm versucht, Fakten über das Thema zu vermitteln, Stigmatisierungen und Mythen vorzubeugen und die Jugendlichen (Kinder) zu verantwortungsbewussten und informierten Persönlichkeiten zu erziehen.&lt;br /&gt;Zuerst wird Wissen getestet: was ist Aids, was sind die Symptome etc. Nach der Vermittlung allgemeiner Informationen werden die Übertragungsmöglichkeiten erklärt. Danach werden die Möglichkeiten zur Prävention dargestellt (ABC – Abstain, Be faithful, Condoms). Sexuelle Abstinenz wird aufgrund der Verbreitung von HIV und dem Alter der Schüler (Klassen 3-8) in den Vordergrund gestellt, jedoch auch der Gebrauch von Kondomen erläutert. Abschließend ist Raum für Fragen. Wir versuchen zu vermitteln, dass das tägliche Leben mit Infizierten nicht ansteckend ist, dass die Betroffenen die Liebe ihrer Nächsten brauchen. Das „ABC der Prävention“ wird durch „D“ ergänzt: Destigmatisierung,&lt;br /&gt;Während der Advocacy wird oft gelacht, die intimen Themen sind nicht leicht anzusprechen, meist überwinden die Schüler ihre Scheu jedoch erstaunlich schnell. Die Tatsache, dass jemand „von außen“ über dieses sensible Thema spricht, verleiht auch mehr Glaubwürdigkeit.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Weitere Projekte&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kony Ngimani Self Help Group (Rusinga Island)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist ein Selbsthilfeprojekt von HIV-Infizierten auf Rusinga Island. 1996 gegründet, war es dort das erste seiner Art. Der Name bedeutet „Rette dein Leben“. Die 17 Mitglieder kümmern sich heute um 37 Klienten im Rahmen eines HBC (Home Based Care, s. Glossar) Programms. Finanziell wird das Projekt durch „Kranich“ getragen sowie durch eine eigene Farm (ca. 0,5ha, v.a. Tomaten).&lt;br /&gt;Zusammen mit David, der 17 Jahre infiziert ist und die Gruppe leitet, besuchen wir einige der Patienten, sprechen mit ihnen über ihre Situation, ihre Probleme, ihre Ängste und Hoffnungen. Zum Beispiel mit Tom, er ist sehr geschwächt und abgemagert, da er sich seine ARVs nicht mehr leisten konnte. Nun kümmert sich die Gruppe um ihn und er ist auf dem Weg der Besserung. Andere Klienten, die Arvs nehmen, sehen deutlich kräftiger aus, so auch David selbst.&lt;br /&gt;Auf Rusinga Island ist rund die Hälfte der Bevölkerung infiziert. Doch das Leiden der Betroffenen sieht der normale Besucher nicht; es spielt sich verborgen in den Hütten ab; oft fehlen Verwandte, die helfen könnten. Manchmal hört man das Wehklagen der Frauen und weiß, dass wieder jemand gestorben ist, wahrscheinlich an Aids. Zurück bleiben oft Kinder oder Witwen für die das Leben noch schwerer wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Onyalo Biro Women’s Group (Kendu Bay)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Kranich-Projekt ist in Kendu Bay (85km nördlich von Rusinga). Diese Frauengruppe betreut 20 HBC-Klienten. Auch sie müssen ihre ARVs in Homa Bay holen, die Gruppe hilft mit sonstigen Medikamenten, Vitaminen und Naturmedizin sowie bei mikroökonomischen Aktivitäten (z.B. Fischverkauf). Um weitere Gelder zur erhalten, fertigt die Gruppe um Mama Fatuma und Tamima Omondi Ketten und Taschen aus Naturmaterialien (Bohnen etc.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umoja Women’s Group (Kakamega)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nahe Kakamega in Westkenia unterstützen Kranich und SMAK einen Frauengruppe, die einen kleinen Waisenkindergarten beherbergt, Flüssigseife herstellt und Brot bäckt, um es in der Gemeinde zu verkaufen.&lt;br /&gt;Daran angegliedert ist eine Jugendgruppe, welche Boda Bodas (Fahrradtaxis) als IGA betreibt. Es gibt außerdem noch sportliche Aktivitäten (Fußballteam) und ein HBC-Programm, das auch hie den Betroffenen mit Esse und Medikamenten zu helfen versucht. Zwar ist die Umgebung hier lebensfreundlicher als auf Rusinga Island, es gibt viel Landwirtschaft (Bananen, Tee, Mangos, Erdnüsse, Mais etc.), jedoch auch extreme Armut. HIV-Infizierte allein erziehende Mütter zum Beispiel, die sich um ihre drei bis vier Kinder, oft gerade dem Säuglingsalter entwachsen, kümmern und für den Lebensunterhalt der Familie aufkommen müssen. Die Kinder müssen ihrer Mutter helfen, Wasser zu holen, zu kochen, anders wäre ein Überleben unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Single Mothers Association of Kenya (SMAK) in Nairobi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Armenviertel Nairobis, Ziwani, bildet SMAK eine Zulaufstelle für junge allein Erziehende. Sie können dort eine Ausbildung zur Näherin ebsolvieren, gerade erst erhielten 27 junge Frauen ihr Abschlusszertifikat. Ihre Kinder können sie während des Unterrichts in den SMAK-Kindergarten (zwei Klassen und Babygruppe) bringen. Dort wird wie in Kibisom anthroposophische und „normal-kenianische“ Methoden gemischt. Zusammen mit anderen Kindern der Umgebung sind so ungefähr 200 Kinder beherbergt. SMAK bietet für junge Männer eine Ausbildung in Metall- und Elektroarbeiten an, für die Gemeinschaft gibt es eine Bibliothek. Seit 2005 gibt es ein jugendfreundliches VCT, wo besonders Jugendliche eine diskrete, vertrauensvolle Atmosphäre mit jungen Beratern vorfinden, was sie ermutigt, sich auf HIV testen zu lassen.&lt;br /&gt;Das VCT wurde auf dem World Aids Day 2005 (1.12.) in Nairobi einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und fand dort regen Zulauf. SMAK war eines der zahlreichen Projekte, die an diesem großen Fest am Kenyatta International Conference Centre teilnahmen. Vor kurzem hat SMAK ein neues Projekt gestartet, die Ausbildung von jungen Frauen aus den Slums im Süden Nairobis zu Hausmädchen. Seit die Primarbildung in Kenia kostenlos ist und die meisten jungen Mädchen nun zur Schule gehen, ist hier ein Markt frei geworden, qualifizierte und vertrauenswürdige Hausmädchen werden zunehmend gesucht. SMAK garantiert für die Ausbildung und Integrität der Mädchen, im Gegenzug soll ihnen ein angemessenes Auskommen ermöglicht werden, um den oft ausbeuterischen Löhnen vorzubeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nachwort&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Elf Wochen Kenia waren eine unvergleichbar schöne und erfahrungsreiche Zeit. Bedanken möchte ich mich bei allen, aufgrund derer es das war, was es war:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elisabeth und Karl-Horst Marquart von „Kranich“&lt;br /&gt;Alex&lt;br /&gt;Esther Odiambo von Kibisom&lt;br /&gt;Angelina Nandwa von SMAK&lt;br /&gt;Alle Mitarbeiter von Kibisom&lt;br /&gt;Alle Kinder von Kibisom&lt;br /&gt;Okinyo&lt;br /&gt;Michael (Zungu)&lt;br /&gt;Liz Diego&lt;br /&gt;Evance&lt;br /&gt;Teddy Okatch&lt;br /&gt;Anges Obat, Beverlyne Osanya, Feli Kuteli&lt;br /&gt;Die Lehrer von Dr. Williams&lt;br /&gt;David von der Kony-Group&lt;br /&gt;Mama Fatuma, Tamima und Ken in Kendu Bay&lt;br /&gt;Alle Mitwirkende in Kakamega, besonders Ladino&lt;br /&gt;Alle Mitarbeiter von SMAK&lt;br /&gt;und viele mehr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;Glossar&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;HIV/ Aids Humane Immune Virus (Menschlicher Immunvirus)/ Acquired immune deficiency syndrome (Erworbenes Immunschwäche Syndrom)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Weltweit leben etwa 45 Millionen Menschen mit HIV, jedes Jahr sterben 3 Millionen an Aids, bislang 30 Millionen. Jeden Tag infizieren sich 14 000 neu, 95 % in Ländern mit niedrigen bis mittlerem Einkommen. 28 Millionen Infizierte leben in Subsahara-Afrika, 2,2 Millionen davon in Kenia. In Kenia stirbt alle 100 Sekunden ein Mensch an Aids. Auf Rusinga Island beträgt die Infektionsrate über 50 %, d.h. dort leben von ca. 18 000 Menschen 9 000 mit dem Virus.&lt;br /&gt;Der HI-Virus kann nur von Mensch zu Mensch übertragen werden: durch Geschlechtsverkehr, infizierte Bluttransfusionen, Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten, von Mutter zu Kind, auch noch durch Muttermilch. Nach z.T. jahrelanger Inkubationszeit bricht die Immunschwächekrankheit Aids aus. Der Körper kann sich von gewöhnlichen Krankheiten nicht mehr erholen und wird immer weiter geschwächt. Aids ist unheilbar und tödlich, es gibt keine Impfmöglichkeit.&lt;br /&gt;Prävention kann durch sexuelle Enthaltsamkeit, Treue zu einem nichtinfizierten Partner und den Gebrauch von Kondomen betrieben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;VCTs Voluntary Counselling and Testing centre (Freiwilliges Beratungs- und Testzentrum)&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;In Kenia gibt es über akkreditierte 300 VCTs (wie im SMAK) und viele kleinere Einrichtungen (wie Kibisom). Der Test ist kostenlos, freiwillig und anonym. Zuerst und nach dem Test werden die Klienten über Methoden und mögliche Folgen aufgeklärt. Ist der Test negativ sollte man nach zwei Wochen noch einmal kommen (und in zukunft vermehr auf Prävention setzten), ist er positiv wird über das weitere Vorgehen (Familie, Beruf) gesprochen. Das Ziel: live positively!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;HBC Home Based Care Programme (häusliche Pflege)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Menschen mit HIV/Aids wird durch HBC in ihrem Alltag geholfen: Essen, Pflege, Medikamente (ARVs), Zuspruch und Unterstützung. Dazu gehen die Pfleger zu den Patienten nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;ARVs Anti-Retroviral Drugs (Antiretrovirale Medikamente)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Medikamente zur Behandlung von Aids. Sie stärken das Immunsystem und dämmen das Virus ein, können es aber nicht töten. Sie ermöglichen oft ein jahrelanges Leben mit der Krankheit, erfordern jedoch eine ausgewogene Ernährung, vielfach in Afrika ein Problem. Sie sind sehr teuer, Generika sind nur in wenigen Ländern zugelassen. In Homa Bay werden sie von den Ärzte ohne Grenzen an Patienten einmal im Monat kostenlos verteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Malaria (von lat. “schlechte Luft”)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Malaria fordert in Kenia noch mehr Opfer als Aids (oft auch in Verbindung mit Aids). 40.5 % aller Kenianer hat mindestens einmal im Jahr Malaria, 34 000 Kinder sterben daran jedes Jahr.&lt;br /&gt;Das Sumpf- oder Wechselfieber wird durch die Anopheles-Mücke übertragen und durch Parasiten der Protozoen der Gattung Plasmodium verursacht. Es gibt keinen Impfstoff, jedoch kann Prophylaxe betrieben werden. Malaria ist heilbar. Kibisom und andere Gruppen, die Naturmedizin verwenden, benutzen Artemesia (Beifuß), um Malaria zu behandeln.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;STDs Sexually Transmitted Diseases (sexuell übertragbare Krankheiten)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Darunter fallen neben HIV/Aids auch andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Gonorrhö (Tripper), Chlamydien oder Syphilis. Ihnen kann wie HIV vorgebeugt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;OVCs Orphans and Vulnerable Children (Waisen und verletzliche Kinder)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Unter diesem Begriff werden Waisenkinder und andere benachteiligte Kinder zusammengefasst. Er trägt der Tatsache Rechnung, dass eine HIV-Infektion, der Verlust von Eltern oder ähnliche einschneidende Ereignisse ein Kind körperlich und seelisch verwundbar machen, so dass es bedarf besonderer Zuneigung und Schutz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;IGAs Income Generating Activities (Einkommen generierende Aktivitäten)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Förderung von IGAs ist ein wesentlicher Bestandteil von Entwicklungshilfe, so sie doch Eigeninitiative und langfristige Selbstständigkeit unterstützt. Es kann sich um handwerkliche, landwirtschaftliche oder kaufmännische Tätigkeiten handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;CBOs Community Based Organizations (auf die Gemeinde basierende Organisationen)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;CBOs sind neben NGOs (Nichtregierungsorganisationen) und FBOs (Glaubensbasierte Organisationen) wichtige Strukturelemente der Entwicklungspolitik, da sie nah an den Problemen der Bedürftigen und mit möglichst wenig bürokratischen und organisatorischen Aufwand arbeiten, jedoch auch limitierte Mittel zur Verfügung haben. Oftmals werden sie lokal gegründet und erfahren später Unterstützung von außen. Zum Teil tragen sie Züge von Bürgerinitiativen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-113567935476737392?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/113567935476737392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=113567935476737392' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113567935476737392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113567935476737392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2005/12/ausfhrlicher-bericht-ber-den.html' title='Ausführlicher Bericht über den Aufenthalt'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-113291819339348651</id><published>2005-11-25T12:20:00.000+01:00</published><updated>2006-12-12T23:00:26.710+01:00</updated><title type='text'>Nach langer Zeit neues aus Kenia!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wir haben nun Rusinga Island verlassen, die Zeit dort war sehr schoen und erfahrungsreich. Nun sind wir fuer ein paar Tage in der Naehe von Kakamega (Nordwestkenia), hier ist es im Gegensatz zu Rusinga sehr feucht und fruchtbar, ueberall ist Landwirtschaft (Bananen, Mangos, Tee ...).&lt;br /&gt;Unser Gastgeber hier ist ein echtes Original: Er laeuft immer im Bayern-Trikot rum, war 24 Jahre in den USA (hat dort Bush senior im Supermarkt getroffen und mit Klinsmann ein Bierchen getrunken). Wenn Kenia nicht so korrupt waere, waere er jetzt hier Nationaltrainer, sagt er. So ist Kenia aber nicht bei der WM in Deutschland dabei (Mit ihm waere alles besser).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag fahren wir dann nach Nairobi, um am Donnerstag dann mit dem Projekt dort den World Aids Day zu feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist weiterhin schoen warm (was ist Schnee?), Abkuehlung haben wir uns bisher im Victoriasee geholt, nun muessen wir mal schauen ...&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-113291819339348651?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/113291819339348651/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=113291819339348651' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113291819339348651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113291819339348651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2005/11/nach-langer-zeit-neues-aus-kenia-wir.html' title='Nach langer Zeit neues aus Kenia!'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-17485527.post-113109787100422103</id><published>2005-11-04T00:45:00.000+01:00</published><updated>2006-12-12T23:01:05.370+01:00</updated><title type='text'>Rusinga Island</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Seit fast 4 Wochen sind wir nun auf Rusinga Island im Victoria See. Es ist sehr trocken und heiss, nur manchmal regnet es, dann aber gewaltig und mit beeindruckenden Gewittern. Die Menschen hier sind sehr gastfreundlich, ihre Tueren stehen immer offen. Wir koennen kaum einen Schritt wagen, ohne dass aus irgendeiner Ecke ein lautes "mzungu, habari yako?" (= Weisser Mann, wie gehts?) ertoent. Die Kinder, v.a. von Kibisom (unserem Projekt mit zwei Kindergarten und 150 Kindern) bilden eine Traube um uns, sobald wir auch nur in der Naehe sind. Auch unsere Haende sind vom vielen Schuetteln schon etwas ermuedet. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/1600/PICT0068.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/320/PICT0068.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir spielen also oft mit den Kindern oder gehen in die nahe gelegene Dr Williams Primary School. Dort unterrichten wir Englisch, Mathe und Sport (Fussball) oder erzaehlen den Schuelern etwas ueber Deutschland. Als weiteren festen Programmpunkt betreiben wir in verschiedenen Schulen (ca. Klasse 5-8) Aids-Aufklaerung (Was ist HIV, wie wird es uebertragen, wie kann man dem vorbeugen?). Oftmals ist das sehr lustig (wie benutzt man ein Kondom?), die Schueler stellen viele Fragen (Uebertragen Mosquitos HIV?), manchmal aber auch sehr anstrengend.&lt;br /&gt;Samstags, an unserem freien Tag, erkunden wir die Umgebung, waschen unsere Kleider und relaxen. Das Essen besteht hauptsaechlich aus Reis, Ugali (geschmacklose Mehlspeise) , gruenem Blattgemuese und z.T. Fisch. Zum Fruehstueck essen wir meist Mandasi (So eine Art Krapfen) und sonst trinken wir v.a. Tee, Cola/Fanta und per Sonnenstrahlung gereinigtes Regenwasser. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/1600/PICT0067.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/320/PICT0067.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir haben ein eigens Haus (Huette) mit 3 Zimmern, koennen jeden Tag duschen und Fernsehen geht auch (Programm ist aber duerftig). Strom und fliesendes Wasser gibt es nicht, nur eine Solaranlage fuer eine spaerliche Funzel. Jeden Regen begruessen wir freudig, da er die Wassertanks wieder etwas auffuellt.&lt;br /&gt;Diese Woche wren wir 3 Tage in Kenu Bay (90 km noerdlich, aber ueber 5 Stunden Horrorfahrt in einem Matatau, i.e. lebensgefaehrlicher, chronisch ueberfuellter Bus) bei "Mama Fatuma", die auch ein Projekt hat, das von "Kranich" unterstuetzt wird. Wir werden freudig empfangen, trotz dass wir uns nicht angemeldet hatten. Es wird improvisiert, wir schlafen im Wohnzimmer, waehrend man dort noch weiter lacht, spricht und fernsieht. Morgens frueh um 5 weckt uns der Muezin (es ist Ramadhan), wir sind nach der Reise ziemlich fertig. &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/1600/PICT0072.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/320/PICT0072.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir sind also froh wieder "zu Hause" (auf Rusinga) zu sein. Wir werden bis zum 23. November bleiben, dann mit Angelina eine Woche nach Kakamega fahren. Anschliessend geht es zurueck nach Nairobi, wo wir noch ihr Projekt besichtigen werden. Wir wollen ausserdem noch fuer ein paar Tage nach Mombasa ans Meer fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Bericht schreiben wir in der luxurioesen Rusinga-Lodge mit Palmenstrand am Lake Victoria, die Gaeste werden per Flugzeug eingflogen (der letzte war ein zuenftiger Bayer). Mit dem realen Leben in Kenia hat das aber nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Gruesse aus Kenia ins kalte Deutschland (wir hoffen, dass wir eine Regierung haben, wenn wir wieder zurueckkommen - ist denn das so schwierig?)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alex &amp; Viktor &lt;/div&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7224/1609/320/PICT0072.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/17485527-113109787100422103?l=viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/feeds/113109787100422103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=17485527&amp;postID=113109787100422103' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113109787100422103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/17485527/posts/default/113109787100422103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://viktor-und-alex-in-kenia.blogspot.com/2005/11/seit-fast-4-wochen-sind-wir-nun-auf.html' title='Rusinga Island'/><author><name>Viktor Siebert</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry></feed>
